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Bereits ca. 4500 v.Chr. im alten Babylon wurde Silber als Zahlungsmittel gebraucht. Danach benutzte man es auch für dekorative und praktische Zwecke, die im alten Griechenland einen Höhepunkt hatten. Schon 2000 v.Chr. waren viele Techniken zur Bearbeitung von Silber bekannt, wie Prägen, Gravieren, Gießen und Treiben. Nach dem Edikt von Mailand im Jahr 313, welches den christlichen Glauben offiziell anerkannte, begannen die Kirchen mit der Ausschmückung von Gold- und Silberschmiedearbeiten. Riesengroße Mengen von Silber kamen aus dem alten Rom, Schätze die während der Kriegszüge in Asien und Griechenland erbeutet und später eingeschmolzen wurden. |
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Kleinere Minen erzeugten Silber an vielen Orten in Europa und im Jahre 900 wurden in Deutschland neue Erzgänge entdeckt. Im 12. und 13. Jahrhundert schlossen sich die Handwerker zu Zünften zusammen, um einen Schutz für den Feingehalt ihrer Edelmetallwaren durchzusetzen. Diese Silbermarken stellten das Gütezeichen für den Feingehalt dar. Dies war gerade deshalb wichtig, weil Silber wie Bargeld gehandelt wurde und auch zu Münzmetall eingeschmolzen wurde. Bereits 1300 wurde der "Leopardenkopf" als Beweis der Reinheitsprobe in die Silberstücke eingestempelt. Stadtmarken, wie N = Nürnberg (1516), Augsburg (1529) oder Jahresbuchstaben (in Deutschland ab 1735) wurden eingeführt. Zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert waren die französischen Gold- und Silberschmiede besonders bekannt für ihre Kunstfertigkeit und ihr Design. Deutsche, italienische und portugiesische Kunsthandwerker übernahmen die Techniken in dieser Zeit, die man später Gotik nannte.
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Im 15. und 16. Jahrhundert, in der Zeit des Renaissances, wurden auch Stilrichtungen aus der Antike wieder aufgenommen. Laubwerk, Blumen, Madaillons wurden in die verschiedensten Stilrichtungen der Dekorationen aufgenommen. Die wohl wichtigste Periode der Gold- und Silberschmiedekunst begann im 16. Jahrhundert in Nürnberg und Augsburg, dem Zentrum dieses Handwerkes seinerzeit. Besonders erwähnenswert ist, daß Silberwaren in der westlichen Kultur stets hohe Bedeutung im täglichen Leben und als Wertanlage in königlichen, sowie in aristokratischen Kreisen, als auch in den "höheren" Familien hatten. Obwohl der voll ausgebildete Silberschmiede-Meister alle Techniken kannte, hat er nur selten ein Objekt alleine gefertigt. Er beschäftigte Fachleute, wie Gießer, Ziselleure, Gravierer, usw., die eine besondere Geschicklichkeit besaßen, um ganz spezielle Arbeiten auszuführen.
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Im 17. Jahrhundert, in dem der Barockstil entstand wurden naturalistische Stilelemente, wie Masken, Engelköpfe, Früchte, Tiere und Vögel eingeführt, als auch Landschaftsmotive. Ein Großteil der Urmodelle des Manufaktursilbers von CHRISTOPH WIDMANN wurde beeinflußt von den Entwicklungen in Nürnberg und Augsburg im 16. Jahrhundert, sowie von Malereien aus dem 18. Jahrhundert, wie z.B. den französischen Protagonisten Francois Bouchard und Jean-Honorè Fragonard. Ab 1800 wurde Silber in Mengen hergestellt. Rohmaterial aus Mexiko und Nordamerika stand zur Verfügung. Stilrichtungen wurden vermischt und protzig. Alle wohlhabenden Bürger wollten ihr Haushaltssilber besitzen. Daraus resultiert in dieser Periode die Entwicklung der ersten versilberten, d.h elektroplattierten Silberwaren.
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Gemäß dem Gesetz aus dem Jahre 1874 wird der Käufer/Gebraucher von deutschen Silberwaren dadurch geschützt, daß der Hersteller sein registriertes Markenzeichen, neben der Feingehaltsangabe, eigenverantwortlich in jedes Teil stempeln muß. Deshalb muß man bei Edelmetallwaren stets auf die Erkennung von registrierten Markenzeichen achten; denn nur diese garantieren den wahren Feingehalt der jeweiligen Stücke. Der Stempel der "Reichskrone" für deutsches Silber und die "Mondsichel" das Zeichen für Silber (Argentum) sollten die Punzierung vervollständigen. |
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